Durch die homöopathische Behandlung werden nicht nur körperlich Heilungsprozesse auf den Weg gebracht, sondern auch psychische. Durch eine begleitende Psychotherapie kann der Heilungsprozess erleichtert und beschleunigt werden.
Eine Krankheit oder ein psychisches Problem ist die Antwort des Organismus auf eine energetische Störung. Mit Hilfe der Symptome versucht der Organismus wieder ein Gleichgewicht herzustellen. Durch die Beeinträchtigung findet das Gleichgewicht nur auf einer niedrigeren Ebene seine Stabilität. Jedoch ist es aus Sicht der Lebenskraft in ihrem angestrengten Bemühen um das Wohl des gesamten Menschen mit seinem Körper, Gefühlen und Geist das wirklich bestmögliche, zu was er unter den gegebenen Bedingungen im Stande ist.
Die Störung ist wie eine Attacke auf unser System, wenn wir bedroht sind, versuchen wir uns zu retten und wir opfern für unser Überleben immer zuerst das, was wir am leichtesten entbehren können. Zum Beispiel ist aus Sicht der Lebenskraft eine schöne Haut oder die Funktionsfähigkeit eines Fingers eher zu opfern als das Herz oder die Lunge. Auch die Geisteskraft wird im Kampf um das Gleichgewicht /Überleben nur ungern angegangen, so wird vieles an Problemen auf die Körper- oder in die Gefühlsebene verschoben, um den Geist zu erhalten. Treten dennoch Geisteskrankheiten auf, sind kaum mehr Körpersymptome zu finden, erst im Rahmen einer Heilung treten sie vorübergehend wieder auf. Diese Erläuterungen erklären, warum im Rahmen einer wirklichen Heilung (und nicht nur Symptomenunterdrückung) sehr häufig alte körperliche Symptome noch mal aufflackern, bevor sie sich endgültig verabschieden. Es ist sozusagen die „Rückabwicklung“ der verschiedenen Ebenen des Gleichgewichtes, die die Lebenskraft unter den jeweils gegebenen Bedingungen/Störungen des Energiezustandes eingenommen hatte.
Wir empfinden die Symptome unserer Krankheit natürlich als Belastung. Auch unsere eingeschränkte psychische Kraft führt oft zu zermürbenden Selbstanklagen.
Zum Beispiel machen wir uns Vorwürfe, wenn wir es nicht schaffen, konzentriert zu arbeiten; wenn wir unsere Steuererklärung und den Papierkram vor uns herschieben; wenn wir für die Gesundheit eigentlich jeden Morgen Gymnastik machen wollten, wir wollen abnehmen und nicht so viel trinken oder rauchen. Wir nehmen uns vor, nicht mehr so gereizt zu reagieren, mehr Geduld mit unseren Kindern aufzubringen, und wir fragen uns, wieso wir immer an den falschen Partner geraten und so leicht beleidigt sind… Die Liste kann lang sein.
Welche Türen verschließt die Krankheit, und welche öffnet sie? Durch welche Tür können oder sollten wir nach Ansicht unserer Lebenskraft nicht gehen?
Durch homöopathische Behandlungen können die bisherigen psychischen Muster durchbrochen werden. Jedoch sind diese neuen Impulse für den Menschen ungewohnt und müssen erst integriert werden.
Beispielsweise
erkennt jemand unter der Behandlung, dass er sich viel zu sehr auf die Arbeit
oder auf Anerkennung fixiert hat und braucht aber nun jemanden, der ihm hilft,
diesen nun entstandenen Freiraum zu nutzen. Oder jemand bekommt endlich Zugang
zu dem eigentlich immer schon unterschwellig vorhandenen Wissen, dass die Partnerbeziehung ihm wirklich nicht
gut tut. So braucht er Unterstützung und Mut, mit dieser Erkenntnis richtig
umzugehen. Manchmal kommt auch ganz viel verborgene Trauer hoch, die man vorher
nicht zulassen konnte, das ist zwar heilsam, aber auch zuweilen schmerzhaft und ist mit
psychotherapeutischer Begleitung leichter zu ertragen.
Auch die Behandlung von traumatischen Erfahrungen, sei es
plötzliches Verlassen werden, Einbruch/Gewalterfahrungen, seelische
Grausamkeiten und der Tod von nahen Angehörigen ist mit zusätzlicher
psychotherapeutischer Hilfe leichter zu ertragen und zu heilen.